Interview: Vorsorge für Selbstständige

Existenz-und Zukunftssicherung für Einzelunternehmer, Personengesellschafter, Freiberufler und GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer

Die meisten Selbstständigen müssen ihre Vorsorge selbst in die Hand nehmen – der Staat zahlt später keinen Cent. Es gibt jedoch interessante Möglichkeiten, die eigene Versorgung auf sichere Füße zu stellen. Bei den vielfältigen Versorgungsstrategien sind einige Grundsätze zu beachten. Für individuelle Lösungen steht Ihnen unser Fachberater der R+V Versicherung, Herr Roland Bergner, zur Verfügung.

Roland Bergner von der R+V Versicherung ist kompetenter Ansprechpartner in der Altersvorsorge für Selbstständige.

Frage: Welche Überlegungen sind anfangs wichtig?

Roland Bergner: Zu Beginn der Betrachtung ist eine exakte Analyse bzw. Bestandsaufnahme unabdingbar. Weitere Überlegungen richten sich nach den persönlichen Wünschen und Zielen.

Frage: Stichwort Altersvorsorge – was bedeutet dies konkret?

Roland Bergner: Ein vorrangiger Ansatz heißt beispielsweise „Förderung mitnehmen“, denn vom Staat geförderte Vorsorgeprodukte sind allesamt besser als ihr Ruf. Im Rahmen der Basisförderung steht im Jahr 2017 der Förderrahmen bei jährlich 23.362 Euro je Person (bei verheirateten 46.724 Euro) und sind mit 84% steuerlich ansetzbar.

Frage: Welche Förderungen meinen Sie hier speziell?

Roland Bergner: Für Selbstständige, die nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, ist es oft die einzige Art, Steuervorteile für den Aufbau einer Privatrente zu erhalten. So gibt es auch keine Abgeltungssteuerpflicht während der Ansparphase. Im Alter ist die Rentenleistung allerdings steuerpflichtig. Wesentlich ist aber im Ruhestand die meist geringere Steuerverpflichtung.

Frage: Wann sollte mit der Vorsorge begonnen werden?

Roland Bergner: Grundsätzlich so früh wie möglich. Natürlich ist der Aufwand individuell auf die Liquidität abzustimmen. Ein besonderer Vorteil ist für Ältere gegeben die noch kurz vor Austritt aus dem Erwerbsleben ihre Versorgung aufstocken wollen (Förderung inklusive).

Frage: Gibt es Einschränkungen?

Roland Bergner: Als Preis der staatlichen Förderung hat der Gesetzesgeber auch einige Auflagen mitgegeben. Es sind hierbei in der Leistungsphase nur lebenslange Rentenzahlungen möglich, aber das ist ja exakt die Zielsetzung einer privaten Rente. Zudem dürfen die geförderten Verträge nicht beliehen, verpfändet oder vererbt werden.

Frage: Welche Gestaltungsmöglichkeiten für die Altersvorsorge gibt es?

Roland Bergner: Trotz der oben genannten Einschränkungen besteht große Flexibilität bei der Höhe der Beitragszahlungen, beim Zeitpunkt des Renteneintritts und der damit verbundenen Leistung. Besonders vorteilhaft ist die freie Wahl der Anlagestruktur: klassisch, in einem Index oder sogar fondsorientiert. Oft ist auch nicht bekannt, dass – je nach Vertragsgestaltung - im Todesfall die angesparte Rente für die Angehörigen länger als gedacht genutzt werden kann. Bei einem frühen Todesfall gehen somit die angesparten Beträge nicht verloren.

Frage: Was ist bei der Wahl eines geeigneten Anbieters zu beachten?

Roland Bergner: Von besonderer Wichtigkeit ist ein finanzstarker Partner mit guten Rankings und entsprechender Zukunftsfähigkeit.

Frage: Herr Bergner welche Highlights gibt es abschließend  zum Thema Vorsorge für Selbstständige?

Roland Bergner: Man könnte meinen, dass jeder Selbstständige eine derartige Versorgung braucht, da Ihr Vermögen in der Ansparphase sogar bei Insolvenz (im Rahmen §851c Abs. 2 ZPO) geschützt und damit vor dem Zugriff von Gläubigern sicher ist.

 

Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview. Alle Leserinnen und Leser erhalten weitere Informationen in der Raiffeisen-Volksbank Lichtenfels-Itzgrund eG.

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